Die Romanischen Kirchen

Fast immer zwei auf einen Streich

St. Georg
St. Ursula


Köln hat wenig Schlösser, aber imposante Kirchen. Nicht nur den Dom. Zwölf romanische Kirchen stehen innerhalb der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauern. Eine Reise durch die Basiliken ist ein spannendes Studium europäischer Geschichte. Auch ohne Vorkenntnisse erfährt man etwas über die Historie und den spannenden Wandel Kölns. Innerhalb von "Urlaub in Köln" können Sie elf der zwölf Kirchen mit fachlich versierten Guides entdecken.

Montag, 17. Juli 2017, 15 Uhr

St. Severin

  • Sankt Severin erstrahlt in neuem Glanz. Seit Ostern 2017 ist die Kirche wieder geöffnet. Zwei Jahre lang wurde renoviert: Das Dach in Stand gesetzt, die Fugen erneuert, der Naturstein aufpoliert. Durch das neue Lichtkonzept wirken die Bilder, die das Leben des heiligen Severinus zeigen, ganz anders. Unter der Kirche ist eine spannende Grabungszone mit den Überresten der ersten Kirche und einer Vielzahl von Grabstätten zu besichtigen.
  • Sie werden geführt von Frau Dr. Gabriele Oepen-Domschky.

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Dienstag 18. Juli 2017, 15 Uhr

St. Andreas und St. Kunibert

  • Diese beiden romanischen Kirchen zeichen sich unter anderem durch die jüngsten Kirchenfenster von Markus Lüpertz in St. Andreas und die ältesten in St. Kunibert aus. Die alten Fenster gelten als bedeutendes Zeugnis der spätromanischen Glasmalerei zwischen 1220 und 1230. Der Volksmund sagt, dass die Kinder aus dem Kunibertspütz kommen, weil dort die Mutergottes mit den Seelen der ungeborenen Kinder spielt. Von daher pilgerten viele Paare mit Kinderwunsch in die schöne Kirche des Kunibertsviertels. In St. Andreas gegenüber von KönTourismus sind die mittelalterlichen Wandmalereien sehr gut erhalten.
  • Sie werden geführt von Margrit Jüsten-Mertens, Geschäftsführerin des Förderverein Romanische Kirchen Köln

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Mittwoch 19. Juli 2017, 15 Uhr

St. Ursula und St. Gereon

St. Ursula und St. Gereon sind die Kirchen der Kölner Stadtpatrone. Ein Patron hat beschützende Kräfte. Aber dies ist nicht der ausschlaggebende Grund, warum man die beiden Kirchen gesehen haben sollte. Die Goldene Kammer von Sankt Ursula ist ein mit Reliquienbüsten und menschlichen Knochen verzierter Raum, der dokumeniert, warum Köln eine bedeutende Pilgerstadt ist. Ja, warum Köln jahrhundertelang vom Reliqienhandel sehr gut gelebt hat. Eine Legende besagt, dass die englische Königstochter Ursula mit 11 Gefährtinnen auf dem Rückweg vom Papstbesuch in Rom nach Köln von Hunnen ermordet wurde, weil sie sich nicht ergeben wollten. Aus 11 Gefährtinnen wurde das Martyrium der 11.000 Jungfrauen und entsprechend viele Knochen zu Reliquien....

In St. Gereon finden wir einen spätromanischen Zehneckbau, der über einen spätantiken Ovalbau aus der Römerzeit gebaut wurde. Hier leuchten wunderschöne Fenster von Georg Meistermann.

Es führt Dr. Marion Opitz.

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Donnerstag 20. Juli 2017, 14 Uhr

St. Aposteln und St. Pantaleon

  • St. Aposteln ist das Wahrzeichen vom Neumarkt. Sie wurde als Grabkirche des Erzbischofs Pilgrims im 11. Jhdt. gegründet und liegt an der im Mittelalter bedeutenden Fernstraße nach Aachen. Hier hat die legendäre Richmodis von Aducht geheiratet, vor der Kirche steht ein Denkmal zu Ehren von  Konrad Adenauer. In St. Pantaleon sind zwei bedeutende Persönlichkeit begraben: Zum einen Erzbischof Bruno, Bruder von Kaiser Otto d. Großen und zum zweiten Kaiserin Theophanu, Ehefrau Kaiser Ottos II. Napoleon errichtete hier seine Telegraphenstation, da die Kirche aus seiner Sicht strategisch gut lag.
  • Hinweis: Zwischen den beiden Kirchenführungen ist eine Stunde Pause wegen verschiedener kirchlicher Termine. Es führt Dr. Marion Opitz.

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Freitag 21. Juli 2017, 15 Uhr

St. Maria Lyskirchen und St. Maria im Kapitol

  • St. Maria Lyskirchen ist die ist die einzige Pfarrkirche unter den zwölf großen romanischen Altstadtkirchen und wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie ist die kleinste unter den großen romanischen Kirchen mit zum Teil sehr gut erhaltenen Gewölbefresken aus dem 13. Jahrhundert
  • St. Maria im Kapitol ist ist die größte romanische Kirche mit 100 m Länge und 40 m Breite. Der Zusatz "Kapitol" weist auf eine römische Tempelanlage hin, die sich zuvor an der Stelle befand. Aus den Steinen des römischen Tempels wurde u.a. die dreischiffige Basilika gebaut.
  • Sie werden geführt von Margrit Jüsten-Mertens, Geschäftsführerin des Förderverein Romanische Kirchen Köln

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Samstag 22. Juli 2017, 14h

Groß St. Martin und St. Georg

  • Groß St. Martin wurde zu Ehren von St. Martin, Bischof von Tours, errichtet. Um ihn rankt sich die Legende, nach der er einem frierenden Bettler die Hälfte seines Mantels schenkte. Lange Zeit war der mächtige Vierungsturm von Groß Sankt Martin das Wahrzeichen der Stadt. Bis zur Vollendung der Domtürme im 19. Jahrhundert. Wo heute die Kirche steht, war früher eine Insel, auf der die Römer Sport trieben. In der Krypta kann man römische Überreste sehen.  
  • St. Georg sollte eigentlich auch von einem Turm bekrönt werden. Deser wurde jedoch nie fertig. Der Westchor von St. Georg ist mit vorzüglicher Bauplastik reich gegliedert. Der heutige Eingang in die Kirche führt in einen Gang, der St. Georg mit der im 19. Jhdt abgebrochenen Pfarrkirche St. Jakob verband.Der heilige Georg wird als Märtyrer und Nothelfer verehrt.
  • Sie werden geführt von Margrit Jüsten-Mertens, Geschäftsführerin des Förderverein Romanische Kirchen Köln

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Wir bedanken uns auch bei unseren Partnern, die uns tatkräftig unterstützen:
Fördervereien Romanische Kirchen Köln e.V.
www.romanische-kirchen-koeln.de

Quellen:
Fotos im Bühnenbild (1. Groß St. Martin 2. St. Pantaleon 3. St. Maria im Kapitol 4. St. Kunibert) von Dorothea Heiermann.
Kleine Bilder: Förderverein romanischer Kirchen