Über 30 Exkursionen an ungewöhnliche Orte

Das kulturelle Erbe von Köln ist reich. Wäre die Stadt im 2. Weltkrieg nicht nahezu komplett zerstört worden, würde das jeder Mensch zu einhundert Prozent bestätigen. Der Wiederaufbau innerhalb kurzer Zeit hat vielfältige Spuren hinterlassen. Viele regen sich heute über brutalistische Betonbauten auf, andere pilgern dorthin. Die eingeschossige Bebauung zwischen Neumarkt und Rudolfplatz halten die einen für ein Provisorium, andere stellen die Straße unter Denkmalschutz. Kölner Architekturfans sind stolz auf ihren Wilhelm Riphahn (1889-1963), den Kölner Architekten, dessen Siedlungsbauten deutschlandweit Beachtung fanden. Manche würdigen den Erhalt der Oper, auch wenn die Restaurierung Unsummen verschlingt und nicht fertig werden will. Köln sei nicht schön, sondern eine Baustelle mit kaputten Straßen. Vernachlässigt, verklüngelt, selbstverliebt und hässlich. So der Vorwurf.

Aber ist das wirklich so? Ist es nicht nach wie vor erhebend, über die Hohenzollernbrücke zu laufen, eine Schiffstour auf dem Rhein zu machen oder den Blick zu schärfen für die viele Kunst im öffentlichen Raum. Denn davon hat Köln sehr viel. Nicht nur Kunst von Ulrich Rückriem, Joseph Beuys oder Ewald Mataré rund um den Dom. Auch Pop Art von Claes Oldenburg am Neumarkt oder wasserkinetische Skulptur von Wolfgang Göddertz auf dem Ebertplatz. Die Restaurierung der wasserkinetischen Plastik hat eindrucksvoll bewiesen, wie Kunst im öffentlichen Raum das Zusammenleben von Menschen positiv beeinflussen kann. Das Wasser spritzt und sprudelt, verdrängt den Autolärm und lockt die Kinder an. Schnell war es für die Kleinkriminellen zu belebt, so dass sie ihre Drogengeschäfte nicht mehr auf dem Ebertplatz tätigen. 

Kunstwerke der Gruppe Zero rund um Otto Piene und Heinz Mack erzielen Höchstpreise auf Auktionen. In Köln kann man sie im Mediapark bewundern. Der Brunnen ist von Piene, die Lichtgestaltung des KölnTurms von Heinz Mack. Aber Mack findet man auch auf dem Roncalliplatz.

Über 400 Kunstwerke hat ein Forschungsprojekt der TH Köln in Kooperation mit dem Stadtlabor im Öffentlichen Raum gelistet.  Einige davon werden wir im Urlaub in Köln vorstellen.

Dabei möchten wir auch der Gedenkkultur von Günter Demnig bzw. seinen Stolpersteinen folgen und Reiterstandbilder der preußischen Kaiser vorstellen.

Außerdem bieten wir Heidewitzka Hafenrundfahrten und Schiffstouren für Kinder an. Selbstverständlich stehen die beliebten Touren in das wilde Köln der Fledermäuse und „Nachts im Wald“ auf dem Programm.