Hafenrundfahrt

Mit der weißen Flotte geht es auf den Rhein

Köln ist eine Hafenstadt. Bereits seit der Antike werden auf dem Rhein Güter ins Rheinland transportiert und von hier aus wieder verschifft.
Unsere Hafenrundfahrt beginnt am Anleger an der Bastei. Das von Wilhelm Riphahn entworfene Aussichtsrestaurant hat einen ungewöhnlichen Überbau, der acht Meter über das Rheinufer hinausragt. Vom Anleger aus haben wir einen schönen Ausblick auf die Hohenzollernbrücke und beide Rheinufer. Mit der MS Rheincargo schippern wir erst einmal rheinaufwärts. Vorbei an der Altstadt und dem Rheinauhafen drehen wir kurz vor Rodenkirchen um, um rheinabwärts zu fahren. Wir passieren den Deutzer Hafen, in den wir aber nicht hereinfahren und nehmen Kurs auf den Mülheimer Hafen.
Der Mülheimer Hafen ist ein Sicherheitshafen. Wenn ein Boot in Havarie gerät, wird es hierhin geschleppt. Auch liegen Schiffe vor Anker, die sich um das Ausbaggern der Fahrrinne kümmern oder auf denen Forschungen zum Wasser stattfinden. Industrietaucher haben hier ihre Basis. Genau dort, wo einst die Kelly Family ihr Hausboot liegen hatte. Außerdem gibt es eine Werft, wo Schiffe repariert werden. Wenn man vom Mülheimer Hafen auf die Kölnkulisse schaut, wird evident, dass der Rhein den Aufbau der Stadt maßgeblich geprägt hat. Die Stadt wirkt wie angeschmiegt an den mächtigen Strom, der in Köln zum Teil fast 500 Meter breit ist.  Und auch wenn die Brücken marode sind, bieten sie doch einen majestätischen Anblick vom Wasser aus.

Vom Mülheimer Hafen fahren wir direkt in den Niehler Hafen. Hier wird emsig gearbeitet: Innerhalb von drei Minuten ist ein Container vom Schiff auf Land verladen. Ob auf Güterzug oder LKW. Seit 1968 gibt es weltweit standardisierte 20 Fuß große Container. Dadurch ist der Güterumschlag schnell geworden und die Liegezeiten der Schiffe im Hafen sind verkürzt. Gleichzeitig wurde die Transportauslastung der Schiffe deutlich gesteigert.
Der Hafen Niehl I ist der flächenmäßig größte der Kölner Häfen. Fünfzehn Krananlagen sind im Einsatz. Drei Anlagen für Flüssiggut, zwei Trockenumschlagshallen sowie eine Autoverladeanlage für die Fahrzeuge von Ford runden das Angebot ab. Der zentrale Standort im Chemiegürtel Köln sowie die Anbindung an die Seehäfen Antwerpen und Rotterdam zweimal pro Woche per Linienbinnenschiff bietet gute Voraussetzungen für Import- und Exportgeschäfte. Man merkt: Der Hafen ist voll ausgelastet. Rund um die Uhr. Die RheinEnergie betreibt auf der Halbinsel „Am Molenkopf“ zwischen Becken 4 und dem Rhein das Heizkraftwerk Niehl.

Wolfgang Jaegers mäht de Musik met singer Quetsch. Et darf mitgesunge weede.

Quellen: Alle Bilder von Priska Höflich