Unser Tipp für November

Musikstadt Köln – Geschichte und Gegenwart

Ich gebe zu – man muss nicht, aber man sollte sehr musikaffin sein, wenn man sich dieses Buch vornimmt. Auch ein gewisses geschichtliches Interesse ist von Vorteil. Wer beides mitbringt, für den ist diese Lektüre ein Muss.Aber auch diejenigen unter uns (und dazu gehöre ich), die auf beiden Zweigen nur halbseidenes Wissen vorzuweisen haben, dürfen sich ruhig heranwagen. In der 1. Hälfte des Buchs zeigt sich die  musikalische Entwicklung von der Antike bis zum Ende des 19. Jhdts. Die 2. Hälfte gibt einen fulminanten Einblick in die Tiefe der Musikszene. Ob Operngeschichte, die freie Kölner Musikszene, der kölsche Jazz, der Tanz, oder die Stadt als Metropole der Popkultur – alle Facetten werden beleuchtet.Köln ist mit ca. 2000 Jahren die älteste unter den großen deutschen Städten. Sie bietet ein breites Panorama urbaner Musikkulturen. Angefangen von musikalischen Darstellungen römischer Mosaike über mittelalterliche Musiktheorien, Kölner Dommusik, Gürzenich und Oper bis hin zur „Explosion der Vielfältigkeit“ in den populären Musikstilen.Jedoch war Köln nämlich keineswegs ein Musikzentrum  - als solches trat es erst sehr spät (im späten 19. Jhdt.) hervor.Der Aufstieg zur Musikstadt ist besonders der neuen Rolle Köln als Medienstandort zu verdanken. Da ist zum Einen der Westdeutsche Rundfunk (WDR) aber zum Anderen auch die aus dem Kölner Konservatorium hervorgegangene Hochschule für Musik und Tanz, die Kölns Ruf als Medienstandort festigten. Mittlerweile ist Musik aus Köln und Köln aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken!Diese Publikation ist hervorragend um einen etwas tieferen Einblick in die Kölner Musikgeschichte zu erlangen. Und bloß nicht abschrecken lassen! Dank der vielen unterschiedlichen Kapitel, kann man sich auch hervorragend erst die „Leckerbissen“ gönnen, bevor es ans Eingemachte geht. 

Arnold Jacobshagen (Hrsg.)
Musikstadt Köln – Geschichte und Gegenwart
Verlag Dohr, Köln 2013
ISBN: 978-3-86846-110-7